Suchmachinen-Entwickler: "Wir wollten nie Google-Killer sein"
Wolfram Alpha nicht als "Google-Killer"
Der Entwickler der am Freitag (Ortszeit) gestarteten Wissensmaschine Wolfram Alpha hat vor überzogenen Erwartungen an das Projekt gewarnt. "Wir wollten nie ein Google-Killer sein", sagte der Brite Jon McLoone dem Magazin "Focos" (kommende Ausgabe). Der Mathematiker sieht in dem Projekt keine Suchmaschine, die Links zusammensucht. Das neue System generiere Antworten auf Fragen. Dazu nutze es Experten-Datenbanken und verknüpfe diese mithilfe komplexer Algorithmen: "Unsere Stärke sind Fakten", so McLoone. Es gebe weltweit eine überschaubare Zahl von Datensätzen. Dies ließen sich nicht nur katalogisieren, sondern "helfen, Teile der Welt umfassend zu erklären."
Das Wetter sei dafür ein Beispiel, sagte er dem Magazin. Wolfram Alpha besitze aktuelle und historische Daten von knapp 18.000 Wetterstationen. "Diese Fakten beantworten uns Fragen wie: Wie warm ist es diesen Juni auf Mallorca?" Nutzer sollen den Ergebnissen der neuartigen Antwortmaschine vertrauen können. Schließlich sammelten ausschließlich qualifizierte Experten gewissermaßen in Handarbeit Daten, interpretierten sie und machten diese automatisch bearbeitbar. Außerdem seien die meisten Ergebnisse überprüfbar: "In fast allen Fällen gibt Wolfram Alpha die Quellen an", betonte McLoone im "Focus".


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